Stehende Ovationen für „Drei Tage“


Ein Abend voller Gänsehaut in der St. Martinus Kirche in Donzdorf


Chorisma begeisterte am 28. März 2026 in Donzdorf mit „Drei Tage“. Das Pop-Oratorium war kein gewöhnliches Konzert, sondern eine packende Inszenierung der Passionsgeschichte. Die bis auf den letzten Platz gefüllte St. Martinus Kirche bot den perfekten Rahmen für diese bewegende Eigenproduktion.

Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Unter der Regie von Birgit Schuck (Mitglied der Landesbühne Esslingen) wurde die Kirche zum Schauplatz der dramatischen Ereignisse in Jerusalem.
Die Inszenierung überzeugte durch ihre dichte Atmosphäre: Von Rufen aus dem „Off“ bis hin zur emotionalen Darstellung des Kreuzwegs wurde die Passionsgeschichte für das Publikum lebendig. Besonders glaubwürdig wirkte die Aufführung dadurch, dass alle Sprechrollen und Soli direkt aus den Reihen des Chores besetzt waren. Die Protagonisten schlugen zudem als moderne Berichterstatter eine Brücke ins Heute, indem sie die historischen Ereignisse mit aktuellen Themen wie heutigen Scheinprozessen verknüpften.

Von tiefer Trauer zu strahlender Hoffnung

Musikalisch setzte die bewährte „Chorisma Rock-Band“ mit Achim Langner, Axel Renfftlen, Uli Ludmann und Thomas Scheuringer die Kompositionen von Johannes Nitsch eindrucksvoll und emotional um. Ein besonderer Moment der Rührung war der Einzug der Kinder, die mit ihren Palmwedeln und dem Ruf „Hosianna“ für einen hoffnungsvollen Kontrast sorgten.
Zu den Klängen des Schluss-Songs „Die neue Welt“ strahlte die Botschaft der Hoffnung durch das gesamte Kirchenschiff

Ein Nachklang, der bleibt

Die Begeisterung entlud sich am Ende in lang anhaltendem Applaus und verdienten Standing Ovations. Viele Zuschauer verließen die Kirche mit bewegten Gesichtern – sichtlich ergriffen von der Intensität der Darbietung.

Ein Abend, der nicht nur die Geschichte von vor 2000 Jahren erzählte, sondern zeigte, wie aktuell die Botschaft von Liebe und Hoffnung im Jahr 2026 immer noch ist.