HOPE

27. Juli 2014

In den vergangenen Jahren haben wir mit viel Freude und Erfolg Gospelmusicals auf die Bühne gebracht. Was mit dem durchkomponierten Stück „Passion“ begann, fand in den selbst geschriebenen Musicals „Beyond Doubt“ und „Walkin‘ to Heaven“ seine Fortsetzung. Diese beiden Eigenproduktionen präsentierten die Geschichte der Passion im typischen lebendigen Chorismastil. Jetzt wollen wir ein neues Kapitel aufschlagen.
In unserem neuen Gospelmusical HOPE erzählen wir  die Geschichte der Sklaverei in den amerikanischen Südstaaten. Dies ist eine Geschichte von Verachtung, Hoffnungslosigkeit und Wut. Es ist aber auch eine Geschichte von Hoffnung, Glaube und Befreiung.

Viele bekannte Spirituals haben ihre Wurzeln in dieser dunklen Zeit und die moderne Gospelmusik unserer Tage wäre ohne diese Spirituals nicht vorstellbar. Lassen Sie sich von der Hoffnung der Sklaven und unserer Freude an dieser Gospelmusik anstecken.

Wie immer wird Chorisma von seiner professionellen Band begleitet werden. Die Regie liegt erstmals ebenfalls in professionellen Händen: wir freuen uns, dass wir Birgit Schuck, Schauspielerin und Theaterregisseurin aus Eislingen, für diese Aufgabe gewinnen konnten.

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 Hier finden Sie Bilder von den Schauspielproben:

 

Hintergrund-Info: Sklaven – der Weg zum Wohlstand

Die europäischen Einwanderer fanden in Amerika fruchtbare Böden, aber ein für sie mörderisches Klima vor. Schnell zwangen sie die eingeborenen „Indianer“ zur Arbeit auf ihren Plantagen. Doch diese starben in großer Zahl an den durch die Weißen eingeschleppten Krankheiten wie Masern oder Pocken. Die Anzahl der Bewohner Amerikas sank innerhalb eines Jahrhunderts von 50 auf 8 Millionen.

Auf der Suche nach neuen, widerstandsfähigen Arbeitskräften fanden die Siedler die Lösung im Import afrikanischer Männer und Frauen (schwarzes Elfenbein). Der sogenannte Dreieckshandel war geboren:

Europäische, vor allem portugiesische, holländische und britische Schiffe fuhren von Europa nach Afrika. Entlang der Westküste tauschten sie dort Stoffe und billigen Glasschmuck gegen Menschen, die im Hinterland meist von anderen Stämmen geraubt worden waren. Mit dieser Ware ging es nach Amerika, Süd- wie Nord. Dort wurden die Sklaven gegen den begehrten Zucker und die Baumwolle eingetauscht, für die man nach der Rückkehr in Europa viel Geld bekam. Alle verdienten an diesem Geschäft, das die Sklaven mit ihrer Freiheit – vielfach auch mit ihrem Leben – bezahlten. Erst 1865 wurde dem Grauen durch den amerikanischen Bürgerkrieg ein Ende gesetzt. Insgesamt 6 Millionen Afrikaner waren in 2 Jahrhunderten über den Atlantik in die Neue Welt verschleppt worden.

Leitung: Elke Lang
Text/Idee: Elisabeth und Uwe Franke